ProjektVerbindende Forscherstraße

Fraunhofer-Projektgruppe IWKS, Hanau

Projekttafel

Die Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS forscht zu den Themen Ressourcenstrategie, Recycling und Wertstoffkreisläufe und Substitution, um die Rohstoffversorgung der Industrie langfristig zu sichern.

Das neue Büro-, Labor- und Technikumsgebäude bietet auf rund 2600 Quadratmetern Raum für 80 Mitarbeitende. Das modulare Gesamtkonzept mit dem innovativen Ansatz einer »Forscherstraße« für eine unkomplizierte Anbindung aller Funktionsbereiche ermöglicht maximale Flexibilität für zukünftige Forschungsansätze und spätere Erweiterungen. Das Raumprogramm ist geprägt durch heterogene Anforderungen an Raumtiefen und Geschosshöhen für unterschiedlichste Funktionen wie Büros, Labore, Technika und Sonderlabore.

  • In der Eingangsebene gruppieren sich alle öffentlichen Funktionen um ein gebäudehohes Atrium. Eingefügt zwischen den Büro- und Laborbereichen bildet dieses lichte Zentrum den zentralen Ort innerhalb des kompakten Gebäudes. Das Atrium ist das kommunikative Herz, hier laufen alle Wege zusammen, es bildet die Schnittstelle zwischen interner und externer Kommunikation.

  • Entlang einer »Forscherstraße« verbinden sich alle Funktionen. Kompakt und mit kurzen Wegen wird eine gute Orientierung im Gebäude ermöglicht.

  • Die einladende Atmosphäre ist von Offenheit und Transparenz geprägt und dennoch werden die sehr hohen Anforderungen an die Geheimhaltung erfüllt. Räumliche Dichte, großzügige geschossübergreifende Räume und Tageslicht im Inneren tragen zu einer identitätsstiftenden Arbeitswelt mit hoher Aufenthaltsqualität bei.

  • Auf allen Geschossen gruppieren sich Kommunikationszonen, wie beispielsweise die Bibliothek, Teeküchen, Aufenthaltsbereiche und Besprechungs- und Seminarräume um den dreigeschossigen Luftraum.

Designed for Deconstruction

Die sortenreine Rückbaubarkeit der verwendeten Materialien ist Voraussetzung für eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft, bzw. Cradle to Cradle, kurz C2C. Entscheidend hierfür sind die Trennbarkeit, die durch die Art der Konstruktion gewährleistet wird, und auch die Schadstofffreiheit der eingesetzten Baustoffe, die den Materialkreislauf verlängern und wirtschaftlich optimieren.

» Die Fraunhofer-Forschung leistet einen wichtigen Beitrag, um neue nachhaltigere Technologien zu entwickeln, bestehende zu optimieren und im Sinne optimierter Ressourceneffizienz eingesetzte Materialien im Wirtschafts- und Wertstoff-Kreislauf zu halten. «
Prof. Dr. Raimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft

Nachhaltigkeit am Bau

Die besonderen Forschungsschwerpunkte des Fraunhofer IWKS haben wichtige Impulse gegeben, z.B. durch die Umsetzung einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft. Bei der Materialwahl wurde auf Verbundwerkstoffe verzichtet, dafür kamen recyclingfähige Konstruktionen für eine sortenreine Rückbaubarkeit zur Ausführung.

Der Neubau in Hanau wurde nach den Richtlinien des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) erstellt und mit dem BNB-Silberstatus zertifiziert. Dabei werden gemäß des BNB-Bewertungssystems neben der ökologischen und soziokulturellen Qualität folgende Parameter bei der Bauplanung und Ausführung berücksichtigt und geprüft: ökonomische sowie technische Qualität, Prozessqualität und spezifische Standortmerkmale.

Standort

Fraunhofer-Projektgruppe IWKS, Hanau

Büro und VerwaltungForschung und Wissenschaft
  • Aschaffenburger Straße 121
  • 63457 Hanau
  • Deutschland

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