Institut für Fischereiökologie, Bremerhaven, 2. Preis

Konzept: Der Neubau bietet dem IFÖ die Möglichkeit, sich in einem strategisch, funktional und städtebaulich interessantem Umfeld zu einem identitätsstiftendendem Institutsgebäude zu entwickeln. Die Robustheit des Baukörpers und des gewählten Materials sowie die geringe Neigung der Fassaden assoziieren einen maritimen Standort. Innerhalb des monolithischen Baukörpers entsteht durch das Zusammenspiel der geraden Fensterelemente und der leicht geneigten Wandflächen ein lebendiges differenziertes Erscheinungsbild, das zu Interesse und Neugierde auch über die Fachbereiche hinaus an der Forschung animieren kann. Den besonderen Inhalten des Gebäudes und den inneren Ordnungen und Notwendigkeiten wird ein angemessener Ausdruck und Signifikanz verliehen. Es entsteht ein prägnanter baulicher Auftakt an der Nahtstelle von Wasser und Land und schafft sinnvollen Raum für weitere Gebäude und Erweiterungen. Der Anlieferverkehr von Wasser und von Land kann störungsfrei für die Laborarbeit erfolgen. Gebäudestruktur: Das Gebäude gliedert sich in einen erdgeschossigen flächigen Bauteil, der die Kalt- und Warmwasserkreisläufe und die zugehörigen Funktionen sowie die gesamten Ver- und Entsorgungsbereiche von Wasser- und Landseite aufnimmt sowie einen dreigeschossigen Gebäudeteil für die Büro- und Labornutzung. Die lineare Organisation in Verbindung mit der gewählten Einzelschachtsystematik erlaubt eine hohe Flexibilität für die Zukunft. Fassade: Der monolithische Baukörper wird im Wesentlichen durch seine großzügige Lochfassade geprägt, deren Grundthema aus schmalen, Raum hohen Fensterelementen besteht. Die Anordnung der Fenster folgt einem sich aus der inneren Nutzung heraus ergebendem variablen Rhythmus, der sich um das gesamte Gebäude herumzieht und der Fassade ihren lebendigen Charakter innerhalb der harten Schale verleiht. Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die ebenfalls Raum hohen, vertikalen Schiebeelemente, die je nach Sonnenstand und Bedürfnis den Lichteinfall ins Gebäudeinnere regulieren. Die Schiebeelemente sind im Zwischenraum zwischen der tragenden Betonaußenwand und der vorgesetzten Mauerwerksschale aus dunklem Klinker in Laufschienen gelagert und horizontal beweglich. Die Detailausbildung von geneigter Außenhülle und lotrechten Fensterelementen geben dem Baukörper seine Plastizität.