Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns, Köln, 1. Preis

Leitgedanke des Entwurfs ist es, aus den besonderen funktionalen und organisatorischen Anforderungen der integrativen Labor/Büroclustern der Abteilungen und deren Verknüpfung untereinander ein räumliches Konzept zu entwickeln. Der wissenschaftliche Bereich, d.h. die Abteilungen, die Nachwuchsgruppen und die Forschungsgruppen werden auf lediglich zwei Geschossen horizontal organisiert. Ein räumlich nutzbares Zentrum bildet den zentralen Ort innerhalb des kompakten, dichten Gebäudes. Es ist die Schnittstelle der internen und externen Kommunikation. Auf dem ungerichteten Grundstück ordnet sich der Baukörper geometrisch eindeutig in das heterogene Umfeld ein und besetzt wie selbstverständlich alle relevanten raumbildenden Kanten und erzeugt so einen städtischen Kontext. Unter Einhaltung ausreichender Abstandsflächen zur Nachbarbebauung ist es ein Anliegen des Entwurfs sich nicht in der Höhe über Gebühr hinaus darzustellen. Vielmehr soll städtischer dichter Raum erzeugt werden. Die große Baumasse des Bauvorhabens soll angemessen erscheinen, eher niedriger, denn bauliche Dominanz in der Höhe gegenüber den Klinikbauten und der Wohnbebauung auszuüben. Der Baukörper gliedert sich sehr klassisch horizontal in ein Sockelgeschoss für den Infrastrukturbereich, die Geschosse für den wissenschaftlichen Bereich und das Dachgeschoss für die Maustierhaltung und die Gebäudetechnik. Die einzelnen Bereiche erhalten jeweils eine aus ihren Funktionen heraus entwickelte differenzierte Fassadengestaltung.