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Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum

Projekttafel

Das Marburger Ionenstrahl-Therapie-Zentrum ist eine ambulante Einrichtung zur dreidimensionalen Bestrahlung onkologischer Erkrankungen durch Protonen und Schwerionen. Die hoch spezialisierte Bestrahlung zerstört die Tumorzellen punktgenau und schont das gesunde Gewebe.

Das neben administrativen und diagnostischen Büros mit vier Bestrahlungsräumen und zehn Immobilisierungsräumen ausgestattete Zentrum bietet die Möglichkeit einer Bestrahlung von bis zu 2000 Patienten jährlich. Ein kleiner Forschungsbereich ergänzt das Nutzungsangebot. Ein integrales Ressourcen sparendes Energiekonzept nutzt die erhebliche Prozesswärme und -kälte sowie die der Abluft hochwirksam entzogene Wärme für Heizung und Warmwasser der Klinik und zur Kühlung der Untersuchungsräume und der Büros in Verbindung mit einer Nachtauskühlung.

Das schrittweise Heranführen an die Behandlung wirkt der Schwellenangst des Patienten vor der Hightech-Medizintechnologie entgegen. Die ambulante Behandlung findet in einer angenehmen und in erster Linie nicht medizinischen Atmosphäre statt. Hell und licht sind der  Wartebereich und die Zone vor den Bestrahlungsräumen: Dem Patienten wird mit einer freundlichen und großzügigen Geste begegnet. Je mehr die räumliche Enge aus therapeutischen Gründen zunehmen muss, desto mehr wird mit architektonischen Mitteln wie Tageslicht über Oberlichter, Farbe, einer offenen Möblierung bis hin zu sorgsam ausgewähltem Kunstlicht gearbeitet, um die immer enger werdenden Räume in Auflösung zu bringen. Ziel dieses Konzeptes ist die Bedrängnis des Patienten, die ihm während der Bestrahlung in den massiven und hermetisch abgeschlossenen Betonbunkern widerfährt, möglichst gut zu lindern.

  • Die größte Hemmschwelle schwerkranker Menschen ist das Betreten eines Krankenhauses.

  • Die Gebäudeseite mit dem Haupteingang bildet eine einzige Öffnung, großzügig, weit und verglast.

  • Mit dieser Geste der offenen Arme erfüllt die Architektur hier gleich zwei Aufgaben:

  • Die Beruhigung des ankommenden Patienten und die Überblendung…

  • … der sich dahinter befindlichen Technik (Abbildung: Bestrahlungsraum)

Verbindungsgang in den abgeschirmten Bestrahlungsraum

Je mehr die räumliche Enge aus therapeutischen Gründen zunehmen muss, desto mehr wird mit architektonischen Mitteln wie Tageslicht über Oberlichter, Farbe, einer offenen Möblierung bis hin zu sorgsam ausgewähltem Kunstlicht gearbeitet, um die immer enger werdenden Räume in Auflösung zu bringen.

Standort

Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum

Forschung und WissenschaftGesundheit und Pflege
  • Baldingerstraße 1
  • 35043 Marburg
  • Deutschland

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