Deutscher Fassadenpreis 2014 Präzisionslabor Stuttgart-Büsnau, 10.09.2014

1. Preis | Kategorie: Sonderpreis für künstlerische Raumgestaltung Preisverleihung am 10. September 2014 auf Gut Havichhorst in Münster Würdigung der Jury: Das Max-Planck-Institut für Festkörperforschung auf dem Campus in Stuttgart-Büsnau wurde im letzten Jahr von den Stuttgarter Architekten Hammeskrause realisiert. Außen besticht die Op-Art Fassade von sich diagonal kreuzenden Bändern im Schwarz/Weißkontrast. Der Moiree-Effekt lässt ein Bild der elektromagnetischen Spannungen entstehen, um deren Erforschung es im Inneren geht. Die Innenraumgestaltung der Versuchshalle erfolgt durch den Einbau von elf würfelförmigen Messlaboren als faradayische Käfige mit einer Bekleidung aus lackiertem Trapezblech. Riesige weiße Zahlen schaffen im Verein mit kräftigen glänzenden Farblackoberflächen Orientierung. Wobei die Ziffern über Eck angebracht werden und sich optisch fragmentieren. Innerhalb der unteren Begehungseben bleiben die Körper weiß, erst im oberen Bereich entwickelt sich das kräftige kubistische Farbraumspiel. Primär- und Sekundärfarben treffen unmittelbar aufeinander. Die ruppigen Materialien und farbigen Durcheinanderwürfelungen von Containerverladestationen dienten offenbar als Inspiration dieses kunterbunten Farbraum-Stillebens, das beim diesjährigen Deutschen Fassadenpreis mit einem Sonderpreis für künstlerische Raumgestaltung ausgezeichnet wird.